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Die Sektionen sind besorgt

Wer sind wir?

Wir - die Sektionen Zürich/Glarus/Schaffhausen, Aargau/Solothurn, Bern, Zentralschweiz und Graubünden haben uns zu einer Kooperation zusammengeschlossen und setzen unsgemeinsam für eine Öffnung des SBK ein. Zusammen zählen unsere Sektionen rund 16 000 Mitglieder, wir vertreten also zwei Drittel aller SBK-Mitglieder. Wir setzen uns mit Entschlossenheit für eine Öffnung des SBK ein. Eine Abkapselung kommt für uns nicht in Frage.

Um was geht es?

Es geht um die Frage, ob künftig alle in der Pflege tätigen Berufspersonen mit einer anerkannten Ausbildung in Gesundheits- und Krankenpflege, also neu auch Fachfrau/Fachmann Gesundheit FAGE, dem SBK beitreten können. Soll der SBK über den Kreis der Diplomierten Pflegenden hinaus geöffnet werden? Die Frage diskutiert der SBK seit Jahren, jetzt wird sie akut.

Zur Vorbereitung hat der SBK Schweiz unter dem Titel „Orientation 2010plus“ eine Art Vernehmlassung [100 KB] zu verschiedenen Varianten von Grundsätzen, Zielen und Strukturmodellen durchgeführt. Wir haben in unseren Sektionen den zwölfseitigen Fragebogen gründlich diskutiert. Das Ergebnis könnte nicht klarer sein. Die Auswertung kennen wir noch nicht, aber wir kennen die Meinung unserer Sektionen.

In jeder Sektion ist die ganz grosse Mehrheit der Mitglieder dezidiert für die Öffnung. In der Praxis ist die Integration der unterschiedlichen Berufe in der Pflege längst geschehen. In der Politik bringen wir uns mit dem Fernhalten anderer Berufsangehöriger mit anerkannter Ausbildung leichtfertig um die bitter nötige, breitere Basis für den Einsatz zu Gunsten der Pflegenden.

Warum sind wir besorgt?

Gegenüber der Struktur der Vernehmlassung des SBK Schweiz haben wir grosse Vorbehalte. Das Vorgehen war wenig transparent, wichtige Gruppen waren nicht einbezogen, es fehlten Erläuterungen und Erklärungen zu Entstehung und Aufbau, Ebenen wurden vermischt, die Abfolge der Fragen ist verwirrlich.

Wir lehnen es ab, dass von den Delegierten bereits zum jetzigen Zeitpunkt (an der Delegiertenversammlung im Juni 09) und mit diesen Grundlagen eine Reihe komplexer Entscheide gefordert wird. Die zur Verfügung stehende Zeit verhindert eine der Sache angemessene Diskussion.

Für was treten wir ein?

Wir treten dafür ein, dass an der Delegiertenversammlung klar und fair diskutiert wird. Wir sind überzeugt, dass sich der SBK Schweiz entscheiden muss, aber an dieser Delegiertenversammlung nicht über unausgereifte Einzelheiten, Struktur- und Finanzierungsvarianten, sondern zuerst über die Grundfrage: Öffnung oder Abkapselung?

Zudem treten wir für ein Entscheidungsverfahren ein, das verhindert, dass wegen komplizierter Stimmenzuteilung der Mandate eine Mehrheit von Delegierten gegen die klare Haltung der Mitglieder-Mehrheit entscheiden kann.

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5 Sektionen setzen sich für eine Öffnung des SBK e Wie geht es weiter?