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Ausgangslage

Ausgangslage


Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK plant, seine Strukturen den heutigen Bedürfnissen anzupassen. Aus diesem Grund lancierte der SBK Schweiz das Projekt „ORIENTATION 2010plus“, welches an der Delegiertenversammlung im Juni 2008 von den Delegierten zur weiteren Erarbeitung gutgeheissen wurde. Eine Spurgruppe hat sich intensiv mit verschiedenen Strukturmodellen auseinander gesetzt und Vorschläge ausgearbeitet, welche verbandsintern diskutiert worden sind. Die Ergebnisse dieser Diskussion wurden in der Zeitschrift Krankenpflege 10/2008 publiziert.

Das neue Berufsbildungssystem BBT bringt neue Berufsbilder in die Pflege. Soll der SBK diese Berufsgruppen ignorieren und auch in Zukunft als reiner Fachverband für das diplomierte Pflegepersonal auftreten oder soll der SBK alle in der Pflege Tätigen vertreten und so zum stärksten Berufsverband werden?

Strukturvarianten


Variante Öffnung des SBK Variante Renovation
Selbstverständnis:
Der „neue“ SBK vertritt und fördert als nationaler Berufs- und Fachverband gleichgewichtig die Interessen aller Berufsangehörigen mit einer in der Schweiz anerkannten Ausbildung im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege in den Sparten Pflege, Pflegeentwicklung, Betriebswirtschaft, Ausbildung oder Forschung, bzw. einer darauf aufbauenden Spezialisierung.
Selbstverständnis:
Der SBK vertritt und fördert als nationaler Berufs- und Fachverband die Interessen des diplomierten Pflegepersonals in Beruf, Bildung und Forschung.
Mission:
Der „neue“ SBK repräsentiert als nationaler Berufs- und Fachverband alle Berufsangehörigen in der Gesundheits- und Krankenpflege, fördert die Pflegequalität und gestaltet Gesundheitspolitik mit.
Mission:
Der SBK repräsentiert als nationaler Berufs- und Fachverband die diplomierten Pflegefachfrauen und -männer, fördert die Pflegequalität und gestaltet Gesundheitspolitik mit.
Mitgliederebene:
Ordentliche Mitglieder des „neuen“ SBK sind Berufsangehörige mit einer in der Schweiz anerkannten Ausbildung im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege in den Sparten Pflege, Pflegeentwicklung, Ausbildung oder Forschung, bzw. einer darauf aufbauenden Spezialisierung.
Mitgliederebene:
Ordentliche Mitglieder des SBK sind diplomierte Pflegefachfrauen und -männer als Mitglieder der SBK-Sektionen und seiner Fachverbände (Berufs- und Bildungsgruppen mit eigener Rechtspersönlichkeit).

Pro und Contra



Je 2 Argumente für die Varianten aus der Gerzenseetagung 2008



Variante Öffnung des SBK Variante Renovation des SBK
Mit einer Öffnung wird auf Verbands-
ebene nur nachgeholt, was in
der Praxis, d.h. am Arbeitsplatz,
schon lange Realität ist.
Eine Öffnung vermindert die Berufsidentität
der Diplomierten, das Image des Berufs
sowie die Attraktivität von Beruf und Ausbildung.
Das politische Gewicht (Lead)
und die Legitimität im politischen
Interessenvertretungsprozess
werden gestärkt.
Die Verantwortung für den Pflegeprozess
liegt bei den Diplomierten. Eine Öffnung
führt zu Herabsetzung des Niveaus und
damit auch der Pflegequalität.

Vernehmlassung



Der SBK hat Mitte Januar die Vernehmlassung [100 KB] zum Projekt „orientation 2010plus“ lanciert. Dabei geht es im Kern um die Frage, ob der SBK ein reiner Fachverband für das diplomierte Pflegepersonal bleiben oder ob er als Berufsverband für alle in der Pflege Tätigen auftreten soll. An der Vernehmlassung beteiligen können sich die Sektionen, die ordentlichen und ausserordentlichen Interessengemeinschaften, die gesamtschweizerischen Interessengruppen, der Zentralvorstand, die Kommissionen, die Geschäftsstelle, die PflegeexpertInnen Schweiz (PES), die Schweizerische Vereinigung der Pflegedienstleiterinnen und Pflegedienstleiter (SVPL) sowie der Verein zur Förderung der Pflegewissenschaft und Pflegeforschung (VFP) - nicht aber die Mitglieder in den Sektionen.

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Die Sektion ZH/GL/SH ist für eine Öffnung des SBK! 5 Sektionen setzen sich für eine Öffnung des SBK e